Stellenanzeige kostenlos schalten: 7 Wege, die 2026 wirklich nichts kosten
Eine Stellenanzeige muss nicht 1.449 Euro kosten. Es gibt 2026 noch eine Handvoll Wege, eine Stelle komplett kostenlos zu veröffentlichen, und ein paar, die früher kostenlos waren und es nicht mehr sind.
KI-BildInhalt dieses Artikels
- 1.Wo kann ich kostenlos eine Stellenanzeige schalten?
- 2.1. Jobbörse der Arbeitsagentur: Ist die Stellenanzeige kostenlos?
- 3.2. Indeed: 3 Anzeigen pro Monat kostenlos
- 4.3. Google for Jobs über die eigene Karriereseite
- 5.4. Die eigene Karriereseite
- 6.5. LinkedIn: eine Anzeige gleichzeitig
- 7.6. Jobaggregatoren per Jobfeed
- 8.7. Lehrstellenbörsen von Handwerkskammer und IHK
- 9.Welche Grenzen haben kostenlose Stellenanzeigen?
- 10.Wann reicht eine kostenlose Stellenanzeige?
- 11.Fazit
- 12.Quellen
Kurz gesagt
Kostenlos eine Stellenanzeige schalten können Betriebe 2026 in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (ohne Mengenlimit, mit Arbeitgeberkonto), bei Indeed (bis zu 3 Anzeigen pro Monat, je 30 Tage), über Google for Jobs (JobPosting-Daten auf der eigenen Karriereseite, keine Gebühr), bei LinkedIn (eine Anzeige gleichzeitig, bis zu 14 Tage aktiv), über Jobaggregatoren wie Adzuna oder Jooble per Jobfeed und für Ausbildungsplätze in den Lehrstellenbörsen von Handwerkskammer und IHK. Kleinanzeigen ist für gewerbliche Stellenanzeigen seit dem 1. September 2026 kostenpflichtig. Kostenlose Anzeigen erreichen nur aktiv Suchende; im Handwerk, wo die meisten Fachkräfte nicht suchen, reicht das selten allein.
Wo kann ich kostenlos eine Stellenanzeige schalten?
An 7 Stellen, die unterschiedlich viel bringen. Die Übersicht mit den Grenzen, die jeweils dazugehören (Stand Oktober 2026):
| Weg | Was kostenlos ist | Grenze | Gut für |
|---|---|---|---|
| Jobbörse der Arbeitsagentur | Konto und Anzeigen | erreicht vor allem Arbeitsuchende | jede Stelle, Pflichtkanal |
| Indeed | bis zu 3 Anzeigen pro Monat | je 30 Tage, rutscht schnell nach hinten | Helfer, Fahrer, Büro, Großstadt |
| Google for Jobs | Aufnahme über die eigene Karriereseite | braucht technisch saubere Stellendaten | jede Stelle mit eigener Seite |
| Eigene Karriereseite | komplett | nur so viel Besuch, wie du selbst hinbringst | Ziel für alle anderen Kanäle |
| 1 Anzeige gleichzeitig | nach 14 Tagen pausiert, Bewerbungslimit | Büro, Vertrieb, Führung | |
| Jobaggregatoren per Feed | organische Aufnahme nach Anmeldung | braucht einen XML-Jobfeed | Betriebe mit mehreren Stellen |
| Lehrstellenbörsen HWK und IHK | Eintrag für Ausbildungsbetriebe | nur Ausbildung, regional | Azubis |
Nicht mehr in diese Liste gehören Kleinanzeigen (seit September 2026 kostenpflichtig für Betriebe), Facebook Jobs (in Deutschland seit 2022 eingestellt) und StepStone (nie kostenlos, die Preise stehen in StepStone Kosten 2026).
12,99 bis 26,49 €
pro Stellenanzeige bei Kleinanzeigen für gewerbliche Anbieter (seit 01.09.2026, keine Gratis-Anzeigen mehr)
Quelle: Kleinanzeigen, Gebühren für gewerbliche Nutzer
1. Jobbörse der Arbeitsagentur: Ist die Stellenanzeige kostenlos?
Ja, komplett. Konto, Veröffentlichung und Änderungen kosten nichts. Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ist damit der einzige große Kanal ohne jedes Limit, und weil Arbeitsuchende dort ohnehin suchen müssen, gehört jede Stelle mindestens hier hinein.
So gibst du ein Stellenangebot bei der Arbeitsagentur auf
- Arbeitgeberkonto anlegen auf arbeitsagentur.de. Das Konto wird mit einer PIN freigeschaltet, die dir zugeschickt wird, erst danach kannst du veröffentlichen.
- "Neues Stellenangebot" anlegen und die Eingabemaske ausfüllen. Logo hochladen geht, Änderungen auch nach der Veröffentlichung.
- Auf Wunsch anonym: Firmenname und Adresse lassen sich ausblenden, wenn die eigene Belegschaft noch nichts wissen soll.
- Partnerbörsen anhaken: Im Reiter "Veröffentlichungen" kannst du die Anzeige zusätzlich bei kostenfreien Kooperationsbörsen ausspielen lassen.
- Ohne Konto: Über "Stellenangebot übermitteln" oder telefonisch beim Arbeitgeber-Service unter 0800 4 555520 (gebührenfrei). Dann kümmert sich die Agentur und schlägt auch Bewerber vor.
Die Grenze: Die Jobbörse erreicht vor allem Menschen, die arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldet sind. Für Helfer- und Einstiegsstellen ist das oft genug, für erfahrene Gesellen in Engpassgewerken selten.
2. Indeed: 3 Anzeigen pro Monat kostenlos
Seit dem 10.12.2025 kannst du bei Indeed in Deutschland bis zu 3 Stellenanzeigen pro Kalendermonat kostenlos veröffentlichen, jede bis zu 30 Tage sichtbar. Der Zähler beginnt am Monatsersten neu, verbundene Konten einer Firmengruppe teilen sich das Limit. Anzeigen, die über ein Bewerbermanagementsystem kommen, zählen nicht dazu; Feeds aus Systemen mit Indeed-Anbindung laufen seit 31.03.2026 nur noch gesponsert.
3 pro Monat
kostenlose Stellenanzeigen bei Indeed in Deutschland, je höchstens 30 Tage sichtbar
Quelle: Indeed, Preisseite für Arbeitgeber
Indeed schreibt selbst, dass kostenlose Anzeigen in den Suchergebnissen nach hinten wandern, wenn neue Stellen dazukommen. Was danach eine gesponserte Anzeige kostet, steht in Indeed Kosten 2026.
3. Google for Jobs über die eigene Karriereseite
Google for Jobs ist kein Portal, bei dem man eine Anzeige aufgibt. Google liest Stellen von Webseiten aus, wenn sie mit strukturierten Daten nach dem JobPosting-Schema ausgezeichnet sind: Titel, Beschreibung, Datum, Arbeitgeber, Ort. Eine Gebühr sieht Google dafür nicht vor. Pro Seite steht eine Stelle, und Google empfiehlt, neue und geschlossene Stellen zusätzlich über die Indexing API zu melden.
Für die meisten Betriebe heißt das: Die eigene Website braucht eine eigene Seite pro Stelle mit diesen Daten im Quelltext. Ein Website-Baukasten kann das oft nicht von selbst, dann hilft ein Karriereseiten-Tool oder der Webdienstleister. So machen wir es auch bei unseren Kunden: Jede Stellen-Landingpage trägt die JobPosting-Daten und wird automatisch an Google gemeldet.
4. Die eigene Karriereseite
Sie ist kostenlos und das Ziel für jeden anderen Kanal, denn jede Anzeige, jeder Post und jede Empfehlung sollte auf eine Seite führen, auf der man sich am Handy in 2 Minuten bewerben kann. Allein bringt die Karriereseite aber nur so viele Besucher, wie du selbst hinbringst. Was auf eine gute Stellenseite gehört, steht in Keine Bewerber auf die Stellenanzeige?.
5. LinkedIn: eine Anzeige gleichzeitig
Bei LinkedIn kannst du eine kostenlose Stellenanzeige gleichzeitig schalten, gekoppelt an die Unternehmensseite. Sie läuft bis zu 14 Tage, wird dann pausiert und nach 30 Tagen geschlossen, wenn du sie nicht bewirbst. Auch die Zahl der Bewerbungen ist begrenzt, laut LinkedIn typischerweise auf 10 bis 30. Für Büro, Vertrieb und Führung brauchbar, für gewerbliche Stellen spielt LinkedIn kaum eine Rolle.
6. Jobaggregatoren per Jobfeed
Jobsuchmaschinen wie Adzuna, Talent.com, Careerjet oder Jooble sammeln Stellen aus dem ganzen Netz. Hast du einen XML-Jobfeed, also eine maschinenlesbare Liste deiner Stellen, nehmen sie ihn nach einmaliger Anmeldung organisch und kostenlos auf und holen ihn danach selbst ab (eigene Prüfung, Stand Oktober 2026). Kimeta etwa nimmt nur bezahlte Stellen. Lohnend ist das vor allem, wenn du regelmäßig mehrere Stellen hast und die Karriereseite den Feed ohnehin erzeugt.
7. Lehrstellenbörsen von Handwerkskammer und IHK
Für Ausbildungsplätze sind die Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern und der IHK kostenlos. Sie sind regional organisiert, Eintrag und Regeln unterscheiden sich je Kammer, der Weg führt über die Ausbildungsberatung deiner Kammer. Für Azubis lohnt sich das fast immer, weil Schulen, Eltern und Berufsberater genau dort nachsehen.
Welche Grenzen haben kostenlose Stellenanzeigen?
Die wichtigste Grenze steckt in allen 7 Wegen: Sie erreichen nur Menschen, die gerade aktiv eine Stelle suchen. Wer fest angestellt und halbwegs zufrieden ist, öffnet weder die Jobbörse noch Indeed. Genau diese Gruppe ist im Handwerk aber die große Mehrheit.
2 von 3
Beschäftigte, die offen für einen Wechsel sind, aber nicht aktiv suchen
Quelle: Studienlage Wechselbereitschaft (u.a. Gallup Engagement Index, XING/forsa)
57 % / 21 %
Internet-Jobbörsen: bei 57 % der Einstellungen genutzt, bei 21 % entscheidend
Quelle: IAB-Stellenerhebung 2025 (IAB-Forum, Juni 2026)
Dazu kommt die Sichtbarkeit: Gratis-Anzeigen stehen im Wettbewerb mit bezahlten und rutschen nach unten, sobald neue Stellen dazukommen. Und die versteckten Kosten laufen trotzdem: Jeder Monat, in dem die Stelle offen bleibt, kostet Umsatz und Überstunden.
ca. 500 €/Tag
Kosten einer unbesetzten Fachkraft-Stelle im Handwerk (entgangener Umsatz)
Quelle: heylead-Kalkulation auf Basis branchenüblicher Stundensätze und Auslastung
Wann reicht eine kostenlose Stellenanzeige?
- Reicht oft: Helfer, Fahrer, Lager, Büro und Ausbildungsplätze, Stellen in Großstädten mit großem Bewerbermarkt und Stellen, für die viele aktiv suchen.
- Reicht selten: erfahrene Gesellen und Monteure in Engpassgewerken wie Elektro, SHK oder Dach, vor allem auf dem Land. Hier suchen zu wenige aktiv, egal ob die Anzeige 0 oder 1.449 Euro kostet.
Der beste Gratis-Kanal steht übrigens in keiner Jobbörse: Empfehlungen aus dem eigenen Team entscheiden mehr Einstellungen als jeder andere Weg. Wie du das mit Prämie aufziehst, steht in Mitarbeiter werben Mitarbeiter.
27 %
der Neueinstellungen kamen 2025 entscheidend über persönliche Kontakte und Empfehlungen zustande
Quelle: IAB-Stellenerhebung 2025 (IAB-Forum, Juni 2026)
Für die vielen Wechselbereiten, die nicht suchen, braucht es einen Weg, der die Stelle dorthin bringt, wo sie abends sind: aufs Handy, in den Feed. Das ist Social Recruiting, was es kostet, rechnet Was kostet Social Recruiting? vor. Alle Wege mit Kosten pro Einstellung nebeneinander zeigt Mitarbeiter finden: 7 Wege im Vergleich, wie heylead das als System aufsetzt, die Perfect Match Methode®.
Fazit
Kostenlos eine Stellenanzeige schalten geht 2026 noch an 7 Stellen, allen voran die Jobbörse der Arbeitsagentur, Indeed mit 3 Gratis-Anzeigen im Monat und Google for Jobs über die eigene Karriereseite. Nutze sie alle, sie kosten nur eine Stunde Arbeit. Erwarte von ihnen aber nur, was sie leisten können: die aktiv Suchenden. Für die Fachkräfte, die nicht suchen, und das sind im Handwerk die meisten, brauchst du zusätzlich einen Weg, der sie direkt erreicht.
Quellen
- Bundesagentur für Arbeit, Stellenangebot melden: arbeitsagentur.de
- Bundesagentur für Arbeit, Hilfe Jobbörse für Arbeitgeber: jobboerse.arbeitsagentur.de
- Indeed, kostenlose und Premium-Stellenanzeigen: de.indeed.com
- Indeed, Feed-Richtlinie ab 31.03.2026: de.indeed.com
- Google Search Central, Strukturierte Daten für Stellenanzeigen (JobPosting): developers.google.com
- LinkedIn Hilfe, kostenlose Stellenanzeigen: linkedin.com
- Kleinanzeigen, Gebühren für gewerbliche Nutzer: kleinanzeigen.de
- IHK Bonn/Rhein-Sieg, Lehrstellenbörse: ihk-bonn.de
- IAB-Forum, Online-Medien sind bei der Personalsuche auf dem Vormarsch (IAB-Stellenerhebung 2025): iab-forum.de
Häufige Fragen
Wo kann ich kostenlos eine Stellenanzeige schalten?
In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (ohne Limit), bei Indeed (bis zu 3 Anzeigen pro Monat), über Google for Jobs mit der eigenen Karriereseite, bei LinkedIn (eine Anzeige gleichzeitig), über Jobaggregatoren wie Adzuna oder Jooble per Jobfeed und für Ausbildungsplätze in den Lehrstellenbörsen von Handwerkskammer und IHK.
Ist die Jobbörse der Arbeitsagentur kostenlos?
Ja. Arbeitgeberkonto, Veröffentlichung und Änderungen der Stellenanzeige kosten nichts, auch die Weitergabe an kostenfreie Partnerbörsen nicht. Alternativ nimmt der Arbeitgeber-Service das Stellenangebot telefonisch unter 0800 4 555520 auf, ebenfalls kostenlos.
Wie gebe ich ein Stellenangebot bei der Arbeitsagentur auf?
Arbeitgeberkonto auf arbeitsagentur.de anlegen und per zugeschickter PIN freischalten, dann über "Neues Stellenangebot" die Eingabemaske ausfüllen und veröffentlichen. Ohne Konto geht es über "Stellenangebot übermitteln" oder telefonisch beim Arbeitgeber-Service.
Wie viele kostenlose Anzeigen gibt es bei Indeed?
Seit dem 10.12.2025 bis zu 3 pro Kalendermonat, jede bis zu 30 Tage sichtbar. Anzeigen über ein Bewerbermanagementsystem zählen nicht dazu.
Sind Stellenanzeigen bei Kleinanzeigen kostenlos?
Für Betriebe nicht mehr. Seit dem 1. September 2026 kostet jede gewerbliche Stellenanzeige bei Kleinanzeigen 12,99 bis 26,49 Euro inklusive Mehrwertsteuer für 30 Tage, Gratis-Anzeigen gibt es in der Kategorie Jobs nicht mehr.
Wie komme ich mit meiner Stelle in Google for Jobs?
Über eine eigene Seite pro Stelle auf deiner Website, die mit strukturierten Daten nach dem JobPosting-Schema ausgezeichnet ist (Titel, Beschreibung, Datum, Arbeitgeber, Ort). Google liest diese Daten aus, eine Gebühr fällt nicht an. Alternativ landen Stellen über Jobportale in Google for Jobs, die die Daten einspeisen.
Kann ich eine Stellenanzeige anonym schalten?
In der Jobbörse der Arbeitsagentur ja, Firmenname und Adresse lassen sich ausblenden. Bei den meisten anderen Portalen ist die Anzeige an ein Firmenprofil gebunden.
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