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Mitarbeiter werben Mitarbeiter: Prämie, Steuer und ein Programm, das im Handwerk wirklich läuft

Deine besten Leute kennen die guten Leute bei der Konkurrenz. Sie wissen, wer gerade unzufrieden ist, wer pendelt und lieber näher arbeiten würde, wer sich mit seinem Meister überworfen hat. Kein Jobportal hat diese Information. Deine Belegschaft hat sie.

Christian KöhnChristian KöhnGründer, heylead GmbH
2. Oktober 2026 11 Min. Lesezeit Geprüft vom heylead-Team
Handwerksmeister begrüßt in der Tischlerwerkstatt einen neuen Mitarbeiter per Handschlag, im Hintergrund arbeitet ein KollegeKI-Bild
Inhalt dieses Artikels
  1. 1.Was bedeutet Mitarbeiter werben Mitarbeiter?
  2. 2.Wie wirksam sind Mitarbeiterempfehlungen?
  3. 3.Wie hoch sollte die Prämie im Handwerk sein?
  4. 4.Wann sollte die Prämie ausgezahlt werden?
  5. 5.Muss die Prämie versteuert werden?
  6. 6.Dürfen auch Externe eine Empfehlungsprämie bekommen?
  7. 7.Wie setzt du ein Empfehlungsprogramm im Handwerksbetrieb auf?
  8. 8.Welche rechtlichen Fallstricke gibt es?
  9. 9.Warum reicht ein Empfehlungsprogramm allein nicht?
  10. 10.Fazit
  11. 11.Quellen

Kurz gesagt

Mitarbeiter werben Mitarbeiter ist ein Empfehlungsprogramm, bei dem Beschäftigte eine Prämie bekommen, wenn ein von ihnen empfohlener Kandidat eingestellt wird. In Deutschland waren persönliche Kontakte und Empfehlungen 2025 bei 27 Prozent der Neueinstellungen der entscheidende Suchweg (IAB). Übliche Prämien liegen bei 500 bis 2.000 Euro, meist in 2 Raten bei Arbeitsbeginn und nach der Probezeit. Die Geldprämie ist als sonstiger Bezug lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig; steuerfrei ist nur ein Sachbezug bis 50 Euro im Monat.

Was bedeutet Mitarbeiter werben Mitarbeiter?

Ein festes Programm, bei dem deine Mitarbeiter Kandidaten für offene Stellen empfehlen und dafür eine Prämie bekommen, sobald die Empfehlung eingestellt wird. Der Unterschied zum Zufall ist die Regel: Jeder im Betrieb weiß, welche Stellen offen sind, was eine erfolgreiche Empfehlung bringt und wie er sie abgibt. Ohne diese Regel passiert Empfehlung auch, aber selten und unplanbar.

Im Handwerk passt das Modell besonders gut. Gesellen und Monteure kennen sich von der Berufsschule, von Baustellen mit anderen Gewerken und aus dem Verein. Sie können einschätzen, ob jemand fachlich etwas taugt und ins Team passt, bevor du überhaupt ein Gespräch führst. Genau diese Vorauswahl leistet keine Anzeige.

Wie wirksam sind Mitarbeiterempfehlungen?

Sehr, und das ist gut belegt. Persönliche Kontakte und Empfehlungen sind in Deutschland der stärkste einzelne Weg zur Einstellung, laut IAB-Stellenerhebung 2025 wurden sie bei 48 % der Neueinstellungen genutzt und waren bei 27 % entscheidend. Online-Kanäle zusammen liegen inzwischen leicht vorn, aber kein einzelner Kanal schlägt die Empfehlung.

27 %

der Neueinstellungen kamen 2025 entscheidend über persönliche Kontakte und Empfehlungen zustande

Ein Jahr zuvor waren es noch 31 %. Der Anteil sinkt leicht, weil Betriebe mehr online suchen, nicht weil Empfehlungen schlechter funktionieren.

Quelle: IAB-Stellenerhebung 2025 (IAB-Forum, Juni 2026)

Mindestens so wichtig ist, wie lange die Empfohlenen bleiben. In einem großen Feldexperiment mit über 10.000 Beschäftigten senkte ein Empfehlungsprogramm die Fluktuation um 15 %. Der überraschende Teil: Auch Kollegen, die selbst nicht empfohlen worden waren, blieben länger. Wer an Einstellungen beteiligt wird, fühlt sich dem Betrieb stärker verbunden.

15 %

weniger Fluktuation nach Einführung eines Empfehlungsprogramms (randomisiertes Feldexperiment)

Untersucht in einer Einzelhandelskette mit über 10.000 Beschäftigten, nicht im Handwerk. Der Mechanismus (Beteiligung bindet) ist aber branchenunabhängig.

Quelle: Friebel, Heinz, Hoffman, Zubanov, ECONtribute Discussion Paper 164, 2022

Dieselbe Studie zeigt auch die Grenze: Höhere Prämien brachten mehr Empfehlungen, aber im Schnitt schlechtere. Eine sehr hohe Prämie lädt dazu ein, jeden Bekannten zu melden. Das ist das Argument für eine solide, aber nicht übertriebene Prämie, und für die Auszahlung erst nach der Probezeit.

Wie hoch sollte die Prämie im Handwerk sein?

In den meisten Betrieben zwischen 500 und 2.000 Euro brutto, gestaffelt nach Schwierigkeit der Stelle. Für einen Gesellen in einem Engpassgewerk sind 1.000 bis 2.000 Euro ein guter Rahmen. Zum Vergleich: Eine unbesetzte Fachkraft-Stelle kostet schnell rund 500 Euro am Tag, eine Personalvermittlung meist 25 bis 35 % eines Jahresgehalts.

StelleOrientierung Prämie (brutto)Beleg aus der Praxis
Auszubildender500 bis 1.500 EuroSPIE (Gebäudetechnik): 1.500 Euro
Helfer, Lager, Fahrer500 bis 1.000 EuroRadancy-Benchmark 2023: Mehrheit zahlt 501 bis 1.000 Euro
Geselle, Monteur1.000 bis 2.000 EuroKOFA-Praxisbeispiel: 1.000 Euro, schwer besetzbar 2.000 Euro
Engpass-Fachkraft, Meister, Techniker2.000 bis 2.500 EuroSPIE: 2.550 Euro für Fachkräfte

Quellen: KOFA/IW Köln, Handlungsempfehlung Mitarbeiter werben Mitarbeiter (2022); Empfehlungsprogramm SPIE Deutschland (abgerufen Oktober 2026); Radancy-Benchmark 2023 über Personalwirtschaft (Studie eines Softwareanbieters, nicht repräsentativ). Die Orientierungswerte in Spalte 2 sind heylead-Einschätzung auf dieser Basis. Eine offizielle Empfehlung von Handwerkskammern oder ZDH zur Prämienhöhe gibt es nicht.

ca. 500 €/Tag

Kosten einer unbesetzten Fachkraft-Stelle im Handwerk (entgangener Umsatz)

Quelle: heylead-Kalkulation auf Basis branchenüblicher Stundensätze und Auslastung

Wer nicht nur Geld zahlen will: Rund jedes 5. Unternehmen gibt zusätzlich Sachprämien wie einen freien Tag (Radancy 2023). Im Handwerk kommt ein gemeinsames Essen mit dem Team oder ein Werkzeuggutschein oft besser an als 200 Euro mehr auf der Abrechnung, von denen nach Abzügen wenig übrig bleibt.

Wann sollte die Prämie ausgezahlt werden?

In 2 Teilen: ein kleinerer Teil bei Arbeitsbeginn, der größere nach bestandener Probezeit. Der erste Teil zeigt sofort, dass das Programm ernst gemeint ist. Der zweite sorgt dafür, dass der Empfehler darauf achtet, wen er bringt, und den Neuen in den ersten Monaten mit einarbeitet.

  • Bewährte Aufteilung: 1/3 bei Arbeitsbeginn, 2/3 nach 6 Monaten ungekündigter Beschäftigung (so macht es etwa SPIE).
  • Kürzere Probezeit: Bei 3 Monaten Probezeit Hälfte und Hälfte.
  • Vorher festlegen: Ob und wann gezahlt wird, gehört schriftlich in die Regeln, damit es hinterher keinen Streit gibt (so auch die Empfehlung des KOFA).

Muss die Prämie versteuert werden?

Ja. Eine Geldprämie für eine erfolgreiche Empfehlung ist Arbeitslohn, sie wird als sonstiger Bezug lohnversteuert und ist als Einmalzahlung sozialversicherungspflichtig. Für deinen Mitarbeiter bleibt deshalb je nach Steuerklasse oft nur gut die Hälfte übrig, für dich kommen die Arbeitgeberanteile dazu.

VarianteSteuerSozialversicherungWofür sie taugt
Geldprämielohnsteuerpflichtig (sonstiger Bezug)beitragspflichtig (Einmalzahlung, § 23a SGB IV)Standardfall, jede Höhe
Sachbezug bis 50 Euro im Monatfrei (§ 8 Abs. 2 S. 11 EStG)frei (§ 3 Abs. 1 SvEV)kleine Dankeschöns, nicht für die Hauptprämie
Sachprämie, pauschal versteuert30 % Pauschsteuer durch den Betrieb (§ 37b EStG)für eigene Mitarbeiter trotzdem beitragspflichtigSachpreise über 50 Euro
Prämie an Externe (Freunde, Kunden)beim Empfänger sonstige Einkünfte, frei unter 256 Euro im Jahr (§ 22 Nr. 3 EStG)keine LohnabrechnungEmpfehlungen von außen

50 Euro sind eine Freigrenze, kein Freibetrag

Liegt der Sachbezug in einem Monat auch nur 1 Cent über 50 Euro, ist der gesamte Betrag steuer- und beitragspflichtig. Andere Sachbezüge im selben Monat, etwa ein Tankgutschein oder eine Sachbezugskarte, zählen mit. Eine Prämie von 1.000 Euro lässt sich so nicht steuerfrei auszahlen. Die konkrete Gestaltung klärst du am besten mit deinem Steuerberater, dieser Abschnitt ist keine Steuerberatung.

Dürfen auch Externe eine Empfehlungsprämie bekommen?

Ja. Auch Freunde, Kunden oder Lieferanten können eine Prämie für eine erfolgreiche Empfehlung bekommen, viele Betriebe zahlen Externen den halben Satz. Eine Erlaubnis als Arbeitsvermittler braucht dafür niemand, private Arbeitsvermittlung ist seit 2002 erlaubnisfrei. Wer allerdings regelmäßig und gegen Geld vermittelt, betreibt unter Umständen ein Gewerbe.

Für dich ist die Prämie an Externe eine Betriebsausgabe, eine Lohnabrechnung entfällt. Der Empfänger versteuert sie selbst als sonstige Einkünfte, unter 256 Euro im Jahr bleibt sie bei ihm steuerfrei. Gerade im Handwerk lohnt der Gedanke: Deine Stammkunden sehen jeden Tag Handwerker anderer Betriebe auf ihren Baustellen.

Wie setzt du ein Empfehlungsprogramm im Handwerksbetrieb auf?

In 6 Schritten, die meisten an einem Nachmittag erledigt. Entscheidend ist nicht die Höhe der Prämie, sondern dass jeder im Betrieb die Regeln kennt und die offene Stelle mit 1 Klick weiterleiten kann. Programme scheitern fast immer daran, dass nach der ersten Ankündigung niemand mehr darüber spricht.

  1. Regeln auf 1 Seite schreiben: Welche Stellen, welche Prämie, wann ausgezahlt, wer ausgeschlossen ist. Üblich: Geschäftsführung und die Person, die selbst einstellt, bekommen keine Prämie.
  2. Die Stelle weiterleitbar machen: ein kurzer Text mit Link zu einer Stellenseite, den jeder per WhatsApp an Bekannte schicken kann. Keine PDF-Anzeige, kein Formular mit 15 Feldern.
  3. Den Empfohlenen sich selbst melden lassen: Er bewirbt sich über den Link oder ruft an, statt dass dein Mitarbeiter Name und Nummer weitergibt. Das hält den Datenschutz sauber und zeigt echtes Interesse.
  4. Im Team regelmäßig ansprechen: in der Frühbesprechung, beim Sommerfest, im Gruppenchat. Nicht "wir haben ein Programm", sondern "wir suchen einen Monteur für das Team in Bonn, wen kennt ihr?"
  5. Dem Empfehler binnen 3 Tagen Rückmeldung geben, auch wenn es nicht passt. Wer nie hört, was aus seiner Empfehlung wurde, empfiehlt kein zweites Mal.
  6. Erfolge sichtbar machen: Prämie bei der Einstellung im Team erwähnen. Nichts wirbt besser für das Programm als ein Kollege, der gerade 1.000 Euro bekommen hat.

Der beste Zeitpunkt für die Frage

Frag nicht nur, wenn eine Stelle offen ist. Frag nach einem guten Projekt, wenn die Stimmung stimmt. Wer gerade stolz auf seine Arbeit und seinen Betrieb ist, empfiehlt ihn am ehesten weiter.

Welche rechtlichen Fallstricke gibt es?

4, und alle sind mit einfachen Regeln beherrschbar. Betriebsrat, Gleichbehandlung, Abwerbung und Datenschutz. Für die meisten kleinen Handwerksbetriebe ohne Betriebsrat bleiben davon im Alltag vor allem 2 übrig: fair auswählen und beim Abwerben nicht übertreiben.

  • Betriebsrat: Gibt es einen, bestimmt er bei der Ausgestaltung eines Prämienprogramms mit (§ 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG). Ob es das Programm gibt und wie hoch das Budget ist, entscheidest du allein.
  • Gleichbehandlung: Wer nur über Empfehlungen einstellt, bekommt leicht ein sehr gleichförmiges Team und riskiert den Vorwurf einer mittelbaren Benachteiligung nach dem AGG. Deshalb die Stelle parallel öffentlich ausschreiben und alle Bewerber nach denselben Kriterien prüfen, egal wer sie empfohlen hat.
  • Abwerbung: Abwerben bei Wettbewerbern ist grundsätzlich erlaubt. Unlauter wird es, wenn jemand zum Vertragsbruch verleitet oder der alte Arbeitgeber schlechtgemacht wird. Die IHK nennt ausdrücklich eine übermäßige Prämie dafür, dass ein gerade abgeworbener Mitarbeiter auch noch seine Kollegen nachholt.
  • Datenschutz: Gibt dein Mitarbeiter Kontaktdaten eines Bekannten weiter, musst du den Bekannten darüber informieren (Art. 14 DSGVO). Einfacher ist, wenn sich der Empfohlene selbst meldet.

Warum reicht ein Empfehlungsprogramm allein nicht?

Weil das Netzwerk deiner Leute endlich ist. Nach den ersten 2 oder 3 erfolgreichen Empfehlungen sind die naheliegenden Kontakte durch, und ein Betrieb mit 8 Mitarbeitern hat schlicht weniger Netzwerk als einer mit 80. Empfehlungen sind der beste Kanal für Passung, aber kein Kanal für planbare Menge.

2 von 3

Beschäftigte, die offen für einen Wechsel sind, aber nicht aktiv suchen

Quelle: Studienlage Wechselbereitschaft (u.a. Gallup Engagement Index, XING/forsa)

Die meisten wechselbereiten Fachkräfte in deiner Region kennt niemand aus deinem Team. Sie erreichst du nur, wenn die Stelle dort auftaucht, wo sie abends sind: am Handy. Wie das funktioniert, erklärt Was ist Social Recruiting?, was es kostet, Was kostet Social Recruiting?. Was eine klassische Anzeige dagegen kostet, steht in Indeed Kosten, und warum sie im Handwerk oft leer läuft, in Keine Bewerber auf die Stellenanzeige?.

Das Beste ist die Kombination: Social Recruiting bringt die Menge, Empfehlungen bringen die Passung, und beide nutzen dieselbe weiterleitbare Stellenseite. Den Gesamtplan beschreibt Mitarbeiter finden im Handwerk und Mittelstand, den Aufbau als System die Perfect Match Methode®. Wenn es brennt, hilft Kurzfristig Mitarbeiter finden, wenn es vor allem passen soll, Qualifizierte Mitarbeiter finden. Wie das je Gewerk aussieht, zeigen die Seiten für Elektriker und Dachdecker.

Fazit

Mitarbeiter werben Mitarbeiter ist im Handwerk der günstigste Kanal mit der besten Passung, wenn er als Programm läuft und nicht als Aushang am schwarzen Brett. Eine solide Prämie zwischen 1.000 und 2.000 Euro für Gesellen, in 2 Raten ausgezahlt, klare Regeln auf 1 Seite und eine Stelle, die sich per WhatsApp weiterleiten lässt, mehr braucht es nicht. Rechne beim Budget mit Steuer und Sozialversicherung, frag im Team regelmäßig nach, und ergänze das Programm um einen Kanal, der die vielen Fachkräfte erreicht, die niemand aus deinem Betrieb kennt.

Quellen

  • IAB-Forum, Online-Medien sind bei der Personalsuche auf dem Vormarsch (IAB-Stellenerhebung 2025), Juni 2026: iab-forum.de
  • IAB-Forum, IAB-Stellenerhebung 2024, Juni 2025: iab-forum.de
  • Friebel, Heinz, Hoffman, Zubanov: What Do Employee Referral Programs Do?, ECONtribute Discussion Paper 164, 2022: econtribute.de
  • KOFA / IW Köln, Handlungsempfehlung Mitarbeiter werben Mitarbeiter, 2022: kofa.de
  • SPIE Deutschland, Empfehlungsprogramm: spie.de
  • Personalwirtschaft, Empfehlungs-Recruiting wird wichtiger (Radancy-Benchmark 2023): personalwirtschaft.de
  • Einkommensteuergesetz § 8 (Sachbezüge), § 22 (sonstige Einkünfte), § 37b (Pauschalierung): gesetze-im-internet.de
  • Sozialversicherungsentgeltverordnung § 3: gesetze-im-internet.de
  • Betriebsverfassungsgesetz § 87: gesetze-im-internet.de
  • IHK, Merkblatt Abwerbung von Mitarbeitern: ihk.de

Häufige Fragen

Wie viel Prämie ist bei Mitarbeiter werben Mitarbeiter üblich?

Meist 500 bis 2.000 Euro brutto pro erfolgreicher Einstellung. Für Gesellen in Engpassgewerken sind 1.000 bis 2.000 Euro ein guter Rahmen, für Auszubildende und Helfer eher 500 bis 1.000 Euro. Gezahlt wird üblicherweise in 2 Raten, der größere Teil nach der Probezeit.

Ist die Prämie für Mitarbeiter werben Mitarbeiter steuerfrei?

Nein. Eine Geldprämie ist Arbeitslohn und voll lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig. Steuer- und beitragsfrei ist nur ein Sachbezug bis 50 Euro im Monat, dieser Betrag ist aber eine Freigrenze und eignet sich nicht für eine Prämie von mehreren hundert Euro.

Wann bekommt der Mitarbeiter die Empfehlungsprämie?

Das legst du vorher in den Regeln fest. Bewährt ist ein kleinerer Teil bei Arbeitsbeginn und der größere nach bestandener Probezeit, zum Beispiel 1/3 sofort und 2/3 nach 6 Monaten. So achtet der Empfehler darauf, wen er bringt.

Wer sollte keine Empfehlungsprämie bekommen?

Üblicherweise die Geschäftsführung und die Personen, die die Stelle selbst besetzen, also der suchende Meister oder Bauleiter. Für sie gehört die Besetzung zur Aufgabe. Alle anderen Mitarbeiter, oft auch Externe zum halben Satz, sind berechtigt.

Brauche ich für ein Empfehlungsprogramm den Betriebsrat?

Nur wenn es einen gibt. Dann bestimmt er bei der Ausgestaltung der Prämie mit, nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG. Ob du überhaupt ein Programm einführst und wie viel Budget es hat, entscheidest du als Arbeitgeber allein.

Wenn das Netzwerk durch ist

Die Fachkräfte, die dein Team nicht kennt, erreichst du auch.

Wir bauen dir eine Stellenseite, die sich per WhatsApp weiterleiten lässt, und spielen sie gleichzeitig den wechselbereiten Fachkräften in deiner Region aus. Im Erstgespräch rechnen wir offen vor, was das für dein Gewerk kostet.

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Und wenn du über uns jemanden findest, gibt es zwar keine Prämie, aber einen Kollegen, der bleibt.

Christian Köhn

Christian Köhn

Gründer, heylead GmbH

Christian baut mit heylead Social-Recruiting-Systeme für Handwerks- und Mittelstandsbetriebe. Sein Fokus: passende Fachkräfte statt voller Inbox, mit der Perfect Match Methode® und regionaler Exklusivität.

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